Samstag, 27. Juni 2015

Rezension zu Feuer und Stein von Diana Gabaldon


Feuer und Stein Rezension


Titel: Feuer und Stein
Autorin: Diana Gabaldon
Originaltitel: Outlander
Verlag: Blanvalet
Seiten: 800
Preis: 8,00 Euro als Taschenbuch
Genre: HistorischerRoman

Quelle: Blanvalet

Inhalt 

Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.
Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire – eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.
Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt – dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit...

Cover: 

Das Cover von Feuer und Stein ist schlicht und ergreifend, und das im eigentlichen Sinn: Kräftiges Blau als Grundton, goldene, etwas erhabene Schrift und in der Mitte ein oranges-rotes Wappen, das wars - und das reicht auch, finde ich. Nichts lenkt ab, ein modernes Design, das dennoch zu einem historischen Roman passt. Also, mir gefällt's!

Schreibstil: 

Das Buch ist einem verständlichen Stil geschrieben, der anschaulich beschreibt, was gerade passiert. Diana Gabaldon schafft es, beim Schreiben alle Sinne anzusprechen. Sie lässt nicht nur Bilder vor dem inneren Augen entstehen, sondern erzeugt durch ihre Beschreibungen Düfte, Berührungen und Geräusche. Manchmal so deutlich, dass ich meinte, direkt dabei zu sein. Das Buch ist stark von Dialogen geprägt, was es anregend macht und keine Langeweile aufkommen lässt. 

Meine Meinung: 


Zugegeben: Die ersten Seiten bis zu dem Zeitpunkt, bis Claire in den Steinkreis gezogen wurde, tat ich mich etwas schwer, dran zu bleiben. Das Jahr 1945 ist jetzt für mich nicht sooo spannend, wenn natürlich die Informationen für den weiteren Verlauf der Geschichte durchaus bedeutsam sind, zumal der böse Jack Randall ein Vorfahr Ihres jetziges Mannes Frank ist und ihm sehr ähnelt.
Richtig Fahrt hat die Geschichte für mich aufgenommen, als Claire dann endlich im Mittelalter landet und sich in einer Welt wiederfindet, in der andere Regeln herrschen als in der, aus der sie kommt. Sehr detaillereich beschreibt Diana Gabaldon die Umstände der damaligen Zeit, ohne dass Langeweile aufkommt. Man fragt sich unwillkürlich, ob man sich selber ähnlich verhalten würde, um zu überleben. Auch lernt man als Mensch der Neuzeit  auch die Rechte zu schätzen, die für uns in der heutigen Zeit gelten. Wer würde sich heute einfach noch zwangsverheiraten lassen -  auch wenn das im Rahmen der Handlung durchaus sinnvoll war, um Claire zu beschützen. Für alle, die Schottland mögen und die sich für das Mittelalter interessieren, ist dieses Buch eine anregende und spannende Unterhaltung. Man wird entführt in eine andere Zeit und hat das Gefühl, man ist mitten drin, spielt mit und durchlebt die Geschichte der Hauptfiguren. Und fürs Herz gibt es auch noch eine Liebesgeschichte zweier Menschen, die in der heutigen Zeit vielleicht gar nicht zusammen gekommen wären.
Das Buch war so toll, dass  bei mir der Wunsch gewachsen ist, mir die Originalschauplätze einmal selber anzuschauen und nachzuspüren, wie es dort wohl mal gewesen ist. Wie schwierig muss das Leben in diesem Jahrhundert 1743 gewesen sein, und wie schnell kann einen eine unbedachte Handlung, die heute völlig harmlos wäre, einen in der damaligen Zeit in äußerste Not und sogar in Lebensgefahr bringen. 

Fazit:



Für die jüngeren Leser vielleicht etwas schwierig am Anfang, insbesondere dann, wenn man schon Outlander im Fernsehen gesehen hat. Trotzdem ist das Buch wirklich lesenswert, und man darf sich auf die sich anschließenden weiteren Folgen freuen. Von mir eine Leseempfehlung, insbesondere für den, der noch eine Urlaubslektüre sucht und sich einmal völlig wegbeamen möchte in eine andere Zeit.









Erhalten als Rezensionsexemplar vom Blanvalet Verlag, Vielen Dank dafür. 


4,5 von 5 Sternen für ein toll geschriebenes und spannendes Buch. Einen halben Stern Abzug wegen des aus meiner Sicht etwas behäbigen Einstiegs in die eigentliche Handlung.